Start | Aktuell | Über uns | Kontakt | Impressum
     
  Der Hörsinn

 Der Hörsinn

Auf dieser Seite erfahren Sie wie unser Gehör funktioniert und was die Ursachen für schlechtes Hören sein können.

Hören ist der erste und letzte Sinn des Menschen. Das Gehör ist unser Tor zur Welt, aber wir leben in einer lauten Welt und deshalb werden unsere Ohren stark belastet.

Lärmschwerhörigkeit ist inzwischen zu einem gesellschaftlichen Problem geworden und die Zahl der Schwerhörigen wird in den nächsten Jahren steigen. Schließlich liegt die Lärmschwerhörigkeit bei den Berufskrankheiten mit 42,5% an erster Stelle. Das bedeutet, dass ungefähr 500.000 Menschen jährlich aus diesem Grund ihren Arbeitsplatz aufgeben müssen.

Bereits jeder vierte Bundesbürger über 40 Jahre klagt mittlerweile über Hörprobleme. Und die Zahl der Schwerhörigen wird in den nächsten Jahren steigen, denn der zunehmende Lärm in unserer Umwelt belastet nicht nur unseren Organismus sondern eben auch unser Gehör.

Der Hoersinn

Was ist das für ein Prozess, dieses "Hören"?

Sprache oder Musik beispielsweise versetzen die Luft in Schwingung. Das äußere Ohr sammelt diesen Schall und transportiert ihn durch den Gehörgang zum Trommelfell.
Dies gerät ebenfalls in Schwingung und überträgt sie ins Mittelohr mit den kleinsten Knöchelchen des menschlichen Körpers: Hammer, Amboss und Steigbügel. Über diese Gehörknöchelchenkette werden nun die Schwingungen auf die Flüssigkeit des Innenohrs übertragen. Dabei dient das Mittelohr als Impedanzwandler für den Schall. Aus Luftschwingungen werden Flüssigkeitsbewegungen. Im Innenohr wegen seiner gewundenen Form auch Hörschnecke genannt, versetzt die Flüssigkeitsbewegung die Basilaarmembran in Schwingung.

Auf ihr sitzt das eigentliche Hörorgan, auch Cort'sches Organ genannt, mit seinen ca. 20.000 Hörzellen. Dort entstehen nun in Abhängigkeit von Schalldruck und Frequenz der Schwingungen elektrische Impulse, die an die Hörnerven weitergegeben werden. Auf dem Weg zum Gehirn werden diese Impulse auf Ihre Herkunft analysiert, d.h. die von beiden Ohren aufgenommenen Signale werden miteinander verglichen und dadurch die Richtung ermittelt. Allerdings muss das Gehirn die Sprache oder Musik bereits kennen und gespeichert haben, um sie wahrzunehmen und verstehen zu können.

Was sind die Ursachen schlechten Hörens?
Unser Hörvermögen wird immer dann gemindert, wenn ein oder mehrere Elemente auf dem Weg vom Außenohr zum Gehirn beeinträchtigt sind.

Man unterscheidet dabei zwei Arten:

1. Schalleitungsstörungen, d.h. Teile der mechanischen Übertragungskette im Mittelohr, etwa das Trommelfell oder die Gehörknöchelchen, sind in Mitleidenschaft gezogen.

2. Schallempfindungsstörungen, bei denen die Haarzellen im Innenohr geschädigt sind und somit die Schallenergie nicht mehr weitergeleitet werden kann.

Ständiger oder schockartiger Lärm (Berufsleben, Disco, Fluglärm ...) schädigt die Hörzellen des Innenohrs auf Dauer.

Daneben gibt es die "ganz normale" Altersschwerhörigkeit, die schon ab 30, in jedem Fall aber mit 40 Jahren beginnt. Der Eine bemerkt es früher, der Andere später - verschont bleibt aber niemand.

Eine weitere Erscheinungsform ist der plötzliche Hörsturz. Verbunden mit Ohrensausen oder Druckgefühlen lässt die Hörfähigkeit - meistens einseitig und überraschend - fast bis zur Taubheit nach. Diese stressbedingte Krankheit tritt vor allem morgens auf. Man sollte sofort zu einem Arzt gehen, der die Diagnose stellen und Maßnahmen ergreifen kann.

Oft bemerkt man aber kaum, wenn das eigene Gehör nachzulassen beginnt. Eine Hörminderung kommt auf leisen Sohlen, Schwankungen können auftreten. Lassen Sie sich nicht täuschen. Unternehmen Sie etwas gegen Ihre Hörminderung, denn das Hören kann man verlernen. Je früher Sie sich entschließen, etwas gegen schlechtes Hören zu tun, um so aussichtsreicher ist ein guter Hörerfolg.

Jede Art und jeder Grad von Schwerhörigkeit bedarf zunächst der ohrenärztlichen Untersuchung und der Beurteilung, ob eine Hörgeräteversorgung erforderlich und sinnvoll ist. Sie sollten deshalb rechtzeitig einen Hals-Nasen-Ohren-Arzt oder uns aufsuchen.

Moderne Hörgeräte leisten heute Hervorragendes. Aber haben Sie zu lange gewartet, wird es bei der Eingewöhnung Schwierigkeiten geben.

Sprechen Sie deshalb lieber zu früh als zu spät mit uns.

Hier gehts zum Hörtest ...

  Hörgeräte
  Zubehör
  Leistungen & Service
  Lärmschutz
  In-Ear-Monitoring
  Tinnitus